Kleinstkredite als Finanzierungsquelle in Asien

Microkredite, hierbei handelt es sich um Kredite von einigen hundert Dollar, an Kreditnehmer, die bei einer normalen Bank als nicht kreditwürdig eingestuft würden. Diese Kredite haben sich in den Entwicklungsländern als besonders hilfreich erwiesen, um armen Familien Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten und insbesondere Frauen die Möglichkeit zu geben, sich zu emanzipieren und den Lebensunterhalt ihrer Familien ganz entscheidend mit zu bestreiten.

1976 führte der spätere Friedensnobelpreisträge Muhammad Yunus in Bangladesch ein Programm der Mikrokredite ein, das über die später gegründete Garmeen Bank vielen Menschen zu überleben half.

Die Vereinten Nationen nennen die Vergabe von Kleinstkrediten ein wichtiges Instrument zu Bekämpfung der Armut.

Die Rückzahlung dieser Kredite soll in „sozial akzeptabler Weise“ erfolgen. In der Regel werden die Microkredite von darauf spezialisierten Finanzdienstleistern, sowie nicht staatlichen Organisationen, wie z.B. dem Roten Kreuz überwacht. Dabei wird ein Business Plan erstellt, der zeigt, wie sich mit Hilfe des Kredits ein Gewinn erzielen lässt.

In Asien ist die Vergabe von Microkrediten am weitesten fortgeschritten, hier sind insbesondere Bangladesch mit der Garmeen Bank zu nennen, sowie Indonesien mit der Rakyat Bank, mit 2,5 Mio. Kunden und 12 Mio. Kleinsparern, auch in Thailand, Kambodscha, Vietnam, Indien und Malaysia ist die Vergabe von Kleinstkrediten bereits gängige Praxis und ermöglichen den Kreditnehmern ein selbstbestimmtes Leben.

Seit dem Jahr 2000 wurden in Entwicklungsländern ca. 3000 Mikrofinanzierungs Institutionen errichtet und Ziel war bis zum Jahr 2005 Kleinstkredite auf 1 Million arme Haushalte auszuweiten, wodurch ein großes Stück Selbstbestimmung in die Hände der Menschen gelegt wurde.