Unterricht in der Schule

Leider sind die Lehrerinnen nicht gerade motiviert, soweit ich das nach meiner Beobachtung beurteilen kann. Einige Kinder bekommen bei ihrer Einschulung auch keine Schultüte. Diese ist zwar sicherlich kein Muss, aber bei uns in Deutschland eigentlich schon üblich.

Grober Ablauf
Der Unterricht beginnt um 09:00 Uhr und endet um vier. Um 13:00 Uhr ist eine etwa einstündige Mittagspause. Die Kinder müssen viel auswendig lernen, zum Beispiel Sätze, die auf Plakaten oder Karteikarten stehen.

Erstaunlich ist auch der Englischunterricht. Die Lehrerin kann selbst eher wenig Englisch und versucht dann durch Vorsagen oder Diktieren den Schülern etwas bei zu bringen.

Es ist deutlich: es wird großen Wert auf Disziplin gelegt. Schon morgens zum “Morning prayer“ im Heim werden die Mädchen in Reih und Glied gerückt, immer mal wieder kommt auch hier der Schlagstock zum Vorschein. Außerdem spiegelt sich eine Form von vertikaler Hierarchie im Kinderheim wider. Das Kinderheim und die vier Kindergärten werden von einer Managerin geleitet, die in ihrer Stellung sehr viel Macht hat und dadurch auch das letzte Wort.

Unterstrichen wird ihre Position dadurch, dass sie vom ganzen Personal sehr ehrfurchtsvoll Ammaa (Mutter) genannt wird oder sie jeden Morgen beim “Morning prayer“ von den 250 Kinder gesondert begrüßt wird. Außerdem sind die einzelnen Positionen des Personals deutlich festgelegt. Einige haben mehr Rechte, andere weniger.